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Ort der Trauer

Friedhöfe und Gräber erinnern an Menschenleben. Sie sind Orte, an denen das Gedenken seinen kreativen Ausdruck findet und fand. Der Friedhof hat eine lange Kulturgeschichte, die ihn erst vor die Tore der Stadt trug und heute wieder über die Friedhofsmauern hinweg.

Die Beisetzungsmöglichkeiten haben sich verändert und sind an die Lebensumstände der Menschen angepasst. Naturbestattungen bieten einen anderen Raum der Erinnerung als ein traditionelles Grab auf einem Friedhof. Für welche Art der letzten Adresse sich ein Mensch entscheidet, hängt von seiner ganz eigenen Vorstellung über Trauerkultur ab. Die Bestattungsform setzt vielleicht einen Akzent fort, den die/der Verstorbene zu Lebzeiten gesetzt hat.

Heute besteht die Möglichkeit zu wählen zwischen einem festen Begräbnisplatz auf dem Friedhof oder in einem Kolumbarium, einem Platz in der freien Natur, der den Namen preisgeben kann oder auch nicht, oder einem nicht gekennzeichneten Ort, der keine Pflege- und Gestaltungspflicht birgt, dafür aber eher gedanklich besucht wird.

Auch hier gilt: Was hätte sich die/der Verstorbene gewünscht – falls keine Wünsche schriftlich festgehalten wurden – und was tut den Angehörigen in ihrer persönlichen Art zu trauern gut?